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So will dein Hund nicht mehr aus der Box!

Wie man dem Hund lernt in die Box zu gehen und zu bleiben, in einfachen Schritten erklärt.
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Mit dieser simplen Anleitung für das Boxentraining bringt man dem Hund effizient bei, auf Kommando in die Box bzw. Transportbox zu gehen. Dies ist optimal für Reisen, aber generell wichtig für das Hundetraining, sowie das Geduldtraining und die Impulskontrolle.

Wieso ist es fundamental, dass dein Hund lernt in die Box zu gehen?

Das Boxentraining ist deshalb wichtig, weil du und dein Hund vielleicht verreisen wollt, ob mit Auto, Zug oder Flugzeug. Da du bestimmt möchtest, dass dein Hund entspannt und ausgeglichen, ohne Angstzustände in der Box verweilt, musst du ihn zuerst mit dem Boxentraining an die Transportbox – oder Tasche gewöhnen. Trotzdem gibt es weitere Gründe, warum dein Hund lernen sollte von alleine oder auf Kommando in die Box zu gehen.

Gründe, warum mit einer Hundebox geübt wird

Aber nicht nur wegen einer bevorstehenden Reise ist das Vertrautmachen mit der Box wichtig oder von Vorteil. Nein, eine Hundebox, in angemessener Größe, ist überraschenderweise auch für zu Hause manchmal sehr sinnvoll:

  • Mit dem Boxentraining kann dein Hund das Alleinbleiben lernen.
  • Dein Hund wird unabhängiger, wenn er lernt, auf Distanz zu bleiben.
  • Manche Hunde bevorzugen es geschützt (unter Dach) zu schlafen oder sich zu entspannen.
  • Mit dem Üben in der Hundebox können Ängste abtrainiert werden.
  • Dein Hund kann mit der Box lernen während den Essenszeiten in die Box zu gehen. Somit wird vermieden, dass er am Essenstisch bettelt.
  • Die Box ist bei Stress bzw. Umbau, Lärm, etc. ein Rückzugsort für deinen Hund.
  • Auch bei Besuch kann die Hundebox verwendet werden.

Beim Boxentraining handelt es sich um ein Abstandstraining und nicht darum, dass er eingesperrt werden soll!

Effiziente Schritte für das „in die Box gehen“

Schritt 1: Den Hund an die Box gewöhnen

Eine neue Box, die dein Hund noch nie betreten hat oder in der er sich unwohl fühlt, lassen wir ein paar Tage lang, mit einer vertrauten Decke, Spielzeug, etc. und im gewohnten Umfeld des Hundes offen stehen. Zu Beginn können wir auch den Deckel entfernen, so ist die Box quasi wie ein Hundebett.

Schritt 2: Dein Hund geht zum ersten Mal in die Box

Wir lassen die Tür oder das Gitter der Box am Anfang immer offen. Versuche sie auch nicht zu sehr zu bewegen oder mit ihr zu klimpern, denn dein Hund könnte sich erschrecken. Nun werfen wir ein paar Leckerchen oder Futterstücke in die Box hinein, bis ganz nach hinten, damit er auch mit dem ganzen Körper hinein muss. Sobald der Hund in die Box gegangen ist, um die Futterstücke zu holen, sagen wir das Kommando, zum Beispiel: „Box“.

Das Kommando wird erst dann verbalisiert, d.h. ausgesprochen, wenn dein Hund gerade dabei ist es auszuführen. Das bedeutet, wir sagen „Box“ in der Bewegung.

Schritt 3: Dein Hund soll kurz in der Box ausharren

Lass die Gittertür offen, er soll nicht das glauben, dass du ihn einsperren willst. Jedoch halte ihm die Hand vor und verhindere, dass er sofort wieder nach draußen schnellt. Warte einige Sekunden und lobe ihn mit der Stimme, solange er in der Box ist. Danach sagen wir das Auflösekommando, zum Beispiel: „Okay“. Jetzt darf dein Hund herausgehen.

Achte auf die 4 Arten des Lobens!

Schritt 4: Erhöhe die Wartezeit für den Hund in der Box

Wir wiederholen die Übung und verlängern jedes Mal die Wartezeit, bevor er aus die Box gehen darf. Nimm die Hand weg, und wenn er trotzdem in der Box verweilt, lobe ihn. Wenn er aber versucht, hinauszugehen, schiebe ihn sanft etwas zurück. Wartet er geduldig, lobe ihn und sag, dann das Auflösekommando.

Schritt 5: Schließe die Box zum ersten Mal

Wiederhole den Vorgang und auch mehrmals am Tag. Benutze nach und nach die Boxtür anstelle der Hand. Versucht dein Hund aus die Box zu gehen deute schnell aber vorsichtig an das Gitter zu schließen. Möglicherweise wird sich dein Hund sogar legen oder setzen. Lobe ihn wieder und nach einigen Sekunden löse das Kommando mit „Okay“ auf.

Was du tun kannst, wenn dein Hund nicht in der Box bleiben will

Wenn dein Hund zu ängstlich ist, um in die Transportbox, Hundebox oder den Käfig zu gehen oder dort zu bleiben, müssen wir diese einfach zu einem super tollen Ort machen. Achte auf seine Beschwichtigungssignale! Das geht am besten mit Futter. Mach die Box für die nächsten Tage zum Futterplatz deines Hundes, oder dort wo er die Kauknochen oder das Spielzeug bekommt. Wir stellen nun seinen Futternapf weit hinein in die Transportbox (ohne Decke). Am besten verwendest du Nassfutter, B.A.R.F. oder Futter, dass dein Hund besonders gern und gierig frisst. Wenn du ein geeignetes Spielzeug zum Zeitvertreib suchst, bieten sich der Kong© an. Diesen kannst du mit Nassfutter befüllen und in die Box legen.

Hundesport Nubi bietet in seinem Artikel 5 leckere und gesunde Rezepte für den Kong.

Du musst jetzt sein Futter kontrollieren und nicht das öde Trockenfutter ganz täglich in der Box lassen. Da könnte es passieren, dass dein Hund gar nicht mehr frisst, weil er nicht in die Box gehen will. Bei Nassfutter oder B.A.R.F. kann dein Hund bestimmt nicht widerstehen.

Bevor wir ihn nun zum Fressen in die Box lassen, bitten wir ihn, „Sitz“ oder „Platz“ zu machen, und nur wenn er in dieser Position bleibt, wenn wir die Boxtür öffnen, lösen wir das Kommando mit „Okay“ auf. Sobald er seine Angst vor der Box oder dem Käfig verloren hat, trainieren wir das Kommando „Box“ wie oben erklärt.

Nützliche Übungen, die für das Boxentraining wichtig sind

Überfordere deinen Hund nicht, lerne seine Beschwichtigungssignale, die 4 Arten des richtigen Lobens und kombiniere das Hundetraining mit anderen Grundkommandos für eine wohltuende Hund-Mensch-Beziehung. Andere Trainingsaufgaben tragen dazu bei, Vertrauen zu dir aufzubauen, sowie dazu, dass auch du deinem Hund vertrauen kannst. Du findest alle wichtigen Informationen unter den Menüpunkten Grundkommandos, Hundetraining oder Hundeweisheiten. Schau dir auf jeden Fall die Übung Impulskontrolle, Aus, Aufmerksamkeitstraining, Sitz und Platz an.

Buchempfehlungen für die Hundeerziehung

5 Schritte zu einer wohltuenden Hund-Mensch-Beziehung: Ein Arbeitsbuch mit allen notwendigen Übungen und Erklärungen, um deinen Hund verstehen zu lernen und eine erfolgreiche Hundeerziehung zu erzielen.

Und wenn du oder deine Kinder mehr über die Beschwichtigungssignale der Hunde herausfinden möchtet, findest du hier das Kinderbuch „Schleck dir über die Nase“, das die hündische Körpersprache auf lustige und unterhaltsame Weise, anhand der Geschichte von Pelusa und Mixta erklärt.

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