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Hündische Technik beim Wassertrinken und trinkt mein Hund genug?

Wie trinken Hunde Wasser
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Wie viel Wasser ein Hund am Tag trinken sollte hängt von seinem Körpergewicht, der körperlichen Aktivität, dem Alter, der Jahreszeit und der Ernährung ab. Es sollen die Hunde eine Pfote heben, die Wasser trinken ohne es aus dem Napf zu schütten! Das haben wir uns schon gedacht, keiner hebt die Pfote. Im Gegensatz zu Katzen, die das Wasser mit der Pfote trinken und sehr vorsichtig sind, tun Hunde dies mit der Zunge und kämpfen gegen das Gesetz der Schwerkraft.

Wie saufen Hunde?

Hunde trinken Wasser indem sie ihre Zunge in den Napf strecken und sie dann nach innen zurückziehen, wobei sie mit der Zungenspitze nach unten eine Art Löffel bilden. Allerdings kommt nicht das Wasser, das in dieser Kelle ist in den Mund, sondern das hochgespritzte Wasser, der sogenannten Wassersäule. Im nachfolgenden Video sieht man ab Minute 2:24 wie die Schäferhündin die gebildetete Wassersäule aufzieht und mit dem Maul einfängt. Abhängig davon hat sie die Angewohnheit direkt die ganze Schnautze ins Wasser zu stecken.

©Percepción distorsionada

Warum verschütten Hunde Wasser beim Trinken?

Hunde hiefen praktisch das Wasser in ihr Maul, da ist es schwierig, nicht etwas Wasser auf dem Weg zu verlieren. Das Wasser, dass beim Eintauchen in die löffelartige Mulde der Zunge geht wird beim Hinaufziehen am meisten verschüttet und in alle Richtungen gespritzt. Außerdem schnellt die Zunge in hoher Geschwindigkeit hin und her, besonders, wenn sie sehr durstig sind. Das kann danach sogar zu Schluckauf führen. Du kannst es dir ähnlich vorstellen, als wenn du dir ganz schnell Wasser mit einem Teelöffel zuführen möchtest. Dabei nichts zu verschütten ist fast unmöglich. Hunde machen sich dabei natürlich keine Gedanken. Einer der Gründe weshalb dein Hund möglicherweise viel Wasser verschüttet kann jedoch an der falschen Größe des Napfes liegen.

Welche ist die ideale Größe für den Wassernapf?

Bei der Auswahl des Napfes und des Zubehörs für unseren Hund ist es wichtig, dass wir darauf achten, wie er trinkt, die Größe unseres Hundes und die Größe seiner Ohren.

Hunde mögen es nicht, sich die Ohren nass zu machen.

Ein großer und tiefer Napf erleichtert es unserem Hund Wasser zu trinken, da er seine Zunge so tiefer eintauchen kann, um ihren berühmten „Löffel” zu machen. Bei einem langohrigen Hund, oder Hund mit Hängeohren, wie es zum Beispiel Labradore haben, wäre eine tiefe aber schmale Schüssel vorteilhaft, damit seine haarigen Ohren nicht jedes Mal nass werden, wenn er trinkt.

Hunde schätzen einen großen Napf gerade im Sommer, damit sie ihr gesamtes Maul ins Wasser halten und so ihre Lefzen abkühlen können.

Und nicht zuletzt, können sich bei einer tiefen Wasserschüssel heruntergefallene Essensreste oder Rückstände des Wasser, insbesondere des Leitungswasser, am Boden ablagern. Auch Kalk wird sich am Napfboden ablagern. Deshalb ist eine tiefe Wasserschüssel gut, da der Hund diese Reste nicht weglecken wird, bis wir das Wasser gegen ein sauberes ausgetauscht haben.

Wie viel Wasser sollte ein Hund am Tag trinken?

Als Grundregel gilt, dass ein Hund zwischen 50 und 100 ml Wasser pro Kilo Körpergewicht am Tag trinken sollte. Das bedeutet durchschnittlich, dass ein 10 kg schwerer Hund ca. 600 ml Flüssigkeit pro Tag trinken sollte und ein Hund mit 20 kg Körpergewicht ca. 1,200 Liter. Es müssen jedoch andere Faktoren berücksichtigt werden, die dazu führen von dieser Regel abzuweichen und dass ein Hund möglicherweise weniger Wasser trinkt. Dazu zählen Alter, sportliche Leistung, Gemüt, Krankheiten, Schwangerschaft, etc.

Wie viel Wasser braucht ein Hund bei Nassfutter?

Als Faustregel gilt bei Fütterung mit Nassfutter sollte dein Hund zwischen 20 und 50 ml Wasser pro Körpergewicht am Tag trinken. Bei einer Ernährung mit Trockenfutter hat dein Hund einen höheren Flüssigkeitsbedarf, und zwar durchschnittlich 50 bis 100 ml Wasser pro Körpergewicht täglich.

Warum trinkt ein Hund zu wenig Wasser?

Körperliche Aktivität

Möglicherweise übt dein Hund weniger körperliche Aktivität aus. Normalerweise erhöht körperliche Bewegung den Bedarf, mehr Wasser aufzunehmen. Auch Langeweile kann ein Grund sein, dass Hunde weniger trinken. Dagegen hilft tägliches Hundetraining, das deinen Hund mental auslastet und zu einer wohltuenden Hund-Mensch-Beziehung führt. Unter dem Menüpunkt Grundkommandos und Hundetraining findest du alles was du darüber wissen musst.

Alter

Das Alter unseres Haustieres ist ein wichtiger Faktor bei der Wasseraufnahme. Ein Welpe braucht mehr Wasser (nach Körpergewicht) im Vergleich zu einem älterern Hund. Welpen sind aktiver und tollen mehrere Stunden am Tag herum und sind nach einer kurzen Pause wieder total fit. Senioren treiben weniger Sport und sogar das Aufstehen und Gehen zum Napf kann eine Anstrengung sein. Aus diesem Grund ist es ratsam, dieses Verhalten zu beobachten und den Napf näher an seinen Schlafplatz zu stellen.

Krankheiten

Wenn ein Hund weniger trinkt als normal kann das auch ein Krankheitssymptom einer Infektionskrankheit, wie Parvovirose oder Pankreatitis sein. Weitere Ursachen können Schmerzen, Vergiftung, Depression oder Stress sein.

Ernährung

Hunde die Trockenfutter bekommen haben schneller Durst und somit einen höheren Wasserbedarf als Hunde, die sich mit Nassfutter ernähren. Deshalb ist es ganz normal, dass dein Hund mit Nassfutter, weniger trinkt oder weniger durst hat.

Jahreszeit

Hunde trinken, wie auch der Mensch, weniger Wasser im Winter, als im Sommer. Das liegt natürlich daran, dass es kühler ist und der Hund weniger Wasser über seine Pfoten und Lefzen verliert. Solltest du allerdings eine Bodenheizung haben, kann es sein, dass er aufgrund der Wärme sogar mehr trinkt.

Was kann ich tun, wenn mein Hund zu wenig Wasser trinkt?

Wenn du schon beim Tierarzt warst, und keine Krankheiten, Infektionen oder Schmerzen vorliegen, kannst du deinem Hund Wasser auf einfache Weise schmackhaft machen. Gib ihm statt dem trockenen Trockenfutter lieber Nassfutter. So bekommt er automatisch einen großen Teil des Wassers, das er braucht. Eine weitere Möglichkeit ist auf artgerechte Rohfütterung umzustellen.

Eine weitere gute Idee wäre es die Wasserschüssel an eine andere Stelle zu platzieren. Vielleicht gefällt es deinem Hund an diesem Ort nicht, vielleicht ist es zu eng, zu unbehagen, oder es herrschen negative Energien, wie Wasseradern.

Wenn alles nicht hilft, wechsle die Wasserschüssel und schau was passiert. Ja, auch Hunde haben ihre Vorlieben, vielleicht mag er den Geschmack oder Geruch des Plastiknapfs zum Beispiel nicht. Manche Hunde mögen es auch nicht, dass sich die Schüssel bewegt oder klippert.

Ein Tipp:

Wechsle das Wasser zwei Mal täglich!

Wie erkenne ich ob mein Hund zu wenig Wasser trinkt?

Trinkt mein Hund zu wenig Wasser? Unabhängig davon, wie viel Wasser er entsprechend seinem Gewicht trinken sollte, können folgende Symtome, Anzeichen für eine zu geringe Wasseraufnahme des Hundes sein:

  • Rotes, trockenes oder klebriges Zahnfleisch
  • Koordinationsstörungen in seiner Bewegungen 
  • Schläfrigkeit
  • Hecheln
  • Schmerzen
  • Träge Augen
  • Trockene Haut
  • Verstopfung
  • Stark riechender und/oder dunkler Urin
  • Niedergeschlagenheit
  • Traurigkeit
  • Zittern

Warum trinkt mein Hund übermäßig viel Wasser?

Es kann auch vorkommen, dass Hunde übermäßig viel Wasser trinken. Wenn du einer der Hundebesitzer bist, der mindestens 2 Liter Wasser für den Hund mitführt, weil er andauernd Durst hat, solltest du dies beim Tierarzt abchecken lassen. Übermäßiger Durst kann ein Anzeichen von Diabetes oder Nierenversagen sein.

Auf der anderen Seite ist es normal, dass dein Hund jedes Mal Wasser trinkgt, nachdem er Trockenfutter oder stark aromatisierte Leckerlis und Kauknochen gefressen hat.

Was ist besser, Leitungswasser oder Mineralwasser für den Hund?

Wie Menschen haben auch Hunde ihre Vorlieben, wenn es um Wasser geht, und mögen einen bestimmten Geschmack nicht.

Bei der Wassergabe aus der einen oder anderen Quelle muss die Wasserqualität beurteilt werden. Hunde haben zwar einen sehr widerstandsfähigen Magen, viel mehr als der des Menschen, aber ein Überschuss an Kalk kann auch Nierenprobleme verursachen. Wenn du das Leitungswasser filterst ist dieses mehr als geeignet für deinen Hund.

Unabhängig von der Herkunft des Wassers schätzen Hunde sauberes und frisches Wasser. Daher empfehlen wir, es mindestens zweimal am Tag zu wechseln, und zwar auch dann, wenn nur noch wenig Wasser übrig ist, egal ob es sich um Leitungs- oder Mineralwasser handelt. Denn wie bereits erwähnt, bleiben Kalkablagerungen, Staub und Essensreste, am Boden der Schüssel, welche der Hund sonst aufschlecken kann.

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