Was ist Leishmaniose?

Leishmaniose oder Leishmaniasis ist eine Infektionskrankheit die hauptsächlich an Tieren, aber auch am Menschen nachgewiesen wurde. Aber wie kann ich mein Haustier vor Leishmaniose schützen und wie sieht der Krankheitsverlauf aus? Finde hier auf Tierexperte.info die nötigen Informationen.

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Wie wird Leishmaniose übertragen?

Die Infektionskrankheit Leishmaniose wird durch den Parasiten Leishmania hervorgerufen. Diese Parasiten werden durch die Sandmücke (Phlebotomo) auf unsere Haustiere, vor allem unsere Fellnasen, übertragen. Sandmücken leben eigentlich in Mitteleuropa und Asien. Doch seit einigen Jahren streunt sie leider auch durch Deutschland, Österreich, also „kühlere“ Länder. Aufgrund der globalen Erwärmung und durch Einschleppen aus wärmeren Ländern, wie Griechenland und Spanien kommt Leishmaniose immer häufiger vor.

Allerdings existieren 30 verschiedene Spezies des Parasiten Leishmania, die sich je nach Auftreten und dem verursachten Krankheitsbild unterscheiden:

  • Leishmaniose im Mittelmeerraum und Asien: Leishmania aethiopica
  • Leishmaniose in südamerikanischen Ländern: Leishmania mexicana und Leishmania brasiliensis

Kann Leishmaniose also vom Hund auf den Mensch übertragen werden?

Ein Hund oder Haustier, welches an Leishmaniose leidet, kann diese Krankheit nicht direkt auf den Menschen übertragen. Jedoch ist trotzdem Vorsicht geboten, denn es besteht die Gefahr, dass die Sandmücke sich bei deinem Hund infiziert und dann wiederum die Personen in seinem Umfeld sticht und mit dem Parasiten infiziert.

Hund und Katze, Leishmaniose frei

Symptome der Leishmaniose beim Mensch

Diese Krankheit verursacht vor allem Müdigkeit, Schwächegefühl und Appetitlosigkeit. Die häufigste Form der Leishmaniose beim Menschen ist die kutane Leishmaniose. Diese verursacht wiederum kleine rotbraune Hautknoten und treten vor allem an Wange und Armen auf. Oft infizieren sich diese Stellen allerdings und vergrößern sich. Desweiteren kann es aber auch zu schlimmeren Formen der Infektion kommen:

  • Hautirritationen und Hautgeschwür (Hautleishmaniose)
  • Schleimhaut-Ekzeme (Schleimhautleishmaniose)
  • Leber-, Milz- oder Knochenmarkschäden (Viszerale Leishmaniose)
Was ist Leishmaniose?

Symptome der Leishmaniose beim Hund

Die ersten Zeichen der Erkrankung sind Verhaltensauffälligkeiten deines Hundes. Eindeutige Indizien des Unwohlseins sind Teilnahmslosigkeit und Schläfrigkeit. Das bedeutet, sollte dein Hund plötzlich kein Interesse mehr zeigen, deine Katze nicht mehr auf äussere Reize reagieren und immer mehr Ruhephasen entwickeln, könnte es sein, dass deine Fellnase an dieser Infektionskrankheit leidet. Allerdings sind diese nicht aufschlussreiche Symptome und können auch von anderen Erkrankungen hervorgerufen werden, weshalb einige Tests beim Tierarzt vorgenommen werden müssen.

Symptome bei Leishmaniose die du selbst erkennen kannst

  • Lymphknotenschwellung
  • Hautläsionen, Irritationen, Ekzeme und Wunden: normalerweise in den Ohren, auf der Nase und um die Augen. Diese Wunden heilen nicht von selber ab.
  • Überschnelles Wachstum von Krallen
  • Gewichtsverlust aufgrund von Appetitlosigkeit

Wie kann ich mein Haustier schützen?

Ein gewöhnliches Floh-Halsband oder Aniti-Mücken-Halsband hilft da nicht aus! Da muss ein spezielles Antiparasitarium her, und zwar eines, das ausdrücklich gegen alle Arten der Sandmücke (Phlebotominae) vorgeht, nicht nur die “gewöhnliche” Stechmücke.

Die einzigen Halsbänder gegen Parasiten wie Zecken, Flöhe und auch Sandmücken sind Seresto® und Scalibor®.

Infomaterial Scalibor®: hier

Wie funktioniert das Seresto® Halsband?

Spot-on-Mittel für Hunde und Katzen in Pipetten-Form

Eine weitere Methode die gefährliche Sandmücke von unseren Hunden fernzuhalten ist ein Spot-on-Mittel in Pipetten-Form. Die bekanntesten Marken sind Advantix® und Frontline TriAct®. Mit diesem Medikament werden aber nicht nur die Flebotome, sondern auch Flöhe, Zecken, Stechmücken, Fliegen und Larven abgetötet. Diese Spot-on-Mittel werden auf dem Nacken oder über die Wirbelsäule, je nach Grösse oder Gewicht verteilt. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass nicht alle Mittel für Katzen geeignet sind. Frontline® bietet zum Beispiel Pipetten für Hund und für Katzen Pipetten mit einer anderen chemischen Zusammensetzung an.

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