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Warum zittert mein Hund? Angst, Aufregung oder Krankheit?

Warum zittert mein Hund? Hund eingewickelt in Decke

Sicherlich hast du schon tausend mal gesehen, dass dein Hund zittert und dir nichts dabei gedacht, weil klar war, dass er einfach nur friert. Aber was ist los, wenn dein Hund plötzlich Zuhause oder in einer gewissen Situation zittert? Wir gehen hier den normalen, sowie den ausertürlichen Gründen, warum ein Hund zittert, auf die Spuren.

Gewöhnliche Gründe warum ein Hund zittert

Die gewöhnlichsten Gründe warum ein Hund zittert sind situationsbedingt. Aber vorher soll noch angemerkt werden, dass auch Hunde kältesensibel sind. Zittern ist ein unwillkürliches und naturliches Verhalten, nicht ausschließlich weil man friert, sondern um nicht zu erfrieren. Die Bewegungen sollen den Körper warm halten. So zittern Hunde aufgrund von Kälte meistens nur dann, wenn sie stehen bleiben (müssen), zum Beispiel, an einer Ampel. Geht Herrchen dann weiter und der Hund fröhlich hinter her, hört er plötzlich auf zu zittern. Wenn dein Hund Zuhause zittert ist ihm vielleicht kalt und eine warme Decke kann Abhilfe schaffen, jedoch kann Zittern auch ein Anzeichen anderer körperlichen oder medizinischen Probleme sein.

Dein Hund zittert weil er Angst hat

Hunde zittern, wenn sie Angst haben oder sich unwohl fühlen. Oft kannst du dann auch einige Beschwichtigungssignale an deinem Hund beobachten. Ein lautes oder unbekanntes Geräusch, wie Feuerwerkskörper, Gewitter, etc. können deinen Hund einschüchtern und plötzlich fängt er an zu zittern und an der Wand zu kratzen. Weitere Situationen in denen dein Hund vor Angst zittern kann sind: Beunruhigende Gerüche, von denen Gefahr ausgeht, wie Hunde, Tiere, assoziierte Personen, etc. Manche Hunde haben Angst vor dem Staubsauger oder auch plötzlich Angst vorm Gassi gehen und beginnen vor der Haustüre zu zittern. Vielleicht verbindet er ein Trauma mit dem Spaziergang, wie eine neue Baustelle, Kindergeschrei, lauter Verkehru, u.Ä. Oft kannst du dann auch beobachten, wie dein Hund im Bogen geht.

Der Hund zittert weil er nervös oder gestresst ist

In anderen Situationen sind es Nervösität und Stress die beim Hund zittern hervorrufen. Zum Beispiel fühlen sich Hunde in einer großen Menschenmenge, wie im Einkaufszentrum, überfordert und gestresst. Dies bedeutet für sie einen Überschuss an visuellen und akustischen Reizen. Zittern ist ein intuitive Antwort seines Körpers um diesen Reizen entgegenzuwirken. Hier findest du ein paar Tipps für gesunde Ernährung für deinen Hund, denn natürliche Kauknochen bauen Stress ab und helfen gegen Nerösität und Hyperaktivität.

Hunde zittern wenn sie aufgeregt oder glücklich sind 

Unsere Hunde zittern vor Freude, weil sie aufgeregt sind. Bestimmt hast du schon einmal beobachtet, wie dein Hund vor Aufregung zittert, wenn du nach dem Einkaufen nachhause gekommen bist. Manchmal zittern Hunde sogar, weil sie sich so auf das Fressen oder das Lieblingsleckerli freuen. Hier ist das Training der Impulskontrolle und das Aus-Training sehr empfehlenswert.

Medizinische Gründe warum dein Hund zittert

Wenn dein Hund nicht aufgrund der oben genannten Gründe zittert und dir nicht klar ist, warum er sich so verhält, musst du deinen Hund genau beobachten. Denn Zittern kann auch ein Symptom oder Anzeichen einer Krankheit oder Schmerzen sein. 

Dein Hund zittert weil er Bauchschmerzen hat

Desweiteren kann es sein, dass dein Hund zu viel gefressen hat, oder vielleicht ein Häufchen machen muss oder eben nicht kann. In diesem Fall bekommt er Bauchschmerzen, Übelkeit und Zittern. Was kannst du tun? Halte ihn warm, lege ihm eine Wärmflasche ins Bett und ganz wichtig: massiere seinen Bauch. Achte auf Wasserzufuhr und auf seinen weiteren gesundheitlichen Zustand. Hat dein Hund gerade noch und super schnell gefressen und danach wie wild herumgespielt? Eine Magendarmkollik oder Magendrehung wäre eine weitere Möglichkeit.

Der Hund leidet an einer Vergiftung

Ist dein Hund außerdem apathisch, zeigt länger kein Interesse an Futter, Leckerlis, oder Liebkosung, muss sich ständig Übergeben und/oder hat schäumenden Speichel, kann es sich um eine Vergiftung handeln. Gehe so schnell wie möglich zum Tierarzt. Hunde nehmen in sekundenschnelle alles mögliche vom Boden auf, darunter können das giftige Zigarettenstümmel, Giftköder, Insektizide und Pestizide, wie auch Rattengift sein. Weitere Symtome einer Vergiftung sind: Erbrechen, Desorientierung, Schwindel, Zittern, Krämpfe, übermäßiger oder weißer oder gelber Speichelfluss, blutiger Speichel, Winseln, Bellen, Heulen, Stöhnen, Hecheln, Husten und Brechreiz.

Der Hund leidet an Hypoglykämie

Wenn der Hund an einem Blutzuckerabfall leidet, versagt die Aufnahme von Nährstoffen und führt zu einer Hypoglykämie. Das Zittern wird normalerweise von einem verlorenen Blick und Orientierungslosigkeit begleitet. Der Hund lässt den Kopf und Ohren hängen als ob er schwer wäre und kann bis zur Ohnmächtigkeit führen. Normalerweise wird der Glukoseabfall durch ein verlängertes Fasten oder Futterverweigerung verursacht. Bei Hunden mit Diabetes kann das Zittern durch eine Überdosierung von Insulin verursacht werden.

Unterkühlung und Hitzeschock

Wenn dein Hund lange Zeit der Kälte ausgesetzt ist, kann dies zu einer Unterkühlung und somit zu Zittern führen. Aber nicht nur Kälte, sondern auch ein Hitzeschock bzw. Sonnenstich kann Zittern hervorrufen. Wenn dein Hund einen Hitzeschock erleidet führt das u.A. zu Fieber, Erbrechen, Schwindel, Kälteschauer und somit zu Zittern. Du musst jetzt auf Wasserzufuhr achten, aber gehe unbedingt mit deinem Hund zum Tierarzt, solltest du eine Unterkühlung oder einen Hitzeschock vermuten. Dies kannst du an seiner Körpertemperatur, Ohrinnenfarbe und Zahnfleischfarbe feststellen.

Der Hund zittert weil er Staupe hat

Staupe, auch als Carrésche Krankheit bekannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung und eine der häufigsten Todesursachen bei Hunden. Sie beeinflusst die Atemwege, das Verdauungssystem und das Nervensystem und verursacht Zittern, Krampfanfälle und sogar Lähmungen.

Der Hund hat Morbus Addison

Die Morbus Addison-Krankheit, auch Hypoadrenokortizismus genannt, wird durch den Mangel an Hormonen verursacht, die von den Nebennieren ausgeschüttet werden. Diese Hormone gleichen hauptsächlich die Menge an Kalium und Natrium im Körper und indirekt das Wasser aus. Desweiteren sind sie zuständig für die Förderung der Herzfunktion, der Regulierung des Blutdrucks, der Kontrolle des Blutzuckerspiegels und der Reduzierung von Stress. Die Hauptsymptome von Morbus Addison sind Benommenheit, Erbrechen, Zittern, Durchfall, Appetitlosigkeit, übermäßig viel Durst und dadurch vermehrtes urinieren. Diese Symptome treten manchmal schnell auf und manchmal schreiten sie langsam über Wochen oder Monate fort. Mehr Infos zu Morbus Addison hier.

Der Hund leidet am White dog shaker Syndrom

Das White dog shaker syndrome wurde so genannt, weil es ursprünglich bei Hunden mit weißem Fell entdeckt wurde, kann aber bei Hunden mit unterschiedlichem Fell und unterschiedlichen Rassen auftreten. Es ist auch unter dem Namen Idiopatic steroid responsive shaker syndrome bekannt. Es ist eine Enzündung des Kleinhirns, welche eine Störung des zentralen Nervensystems verursacht, die bei erwachsenen Hunden plötzlich auftritt. Während der ersten drei Tage nehmen die Symtome zu und danach stabilisieren sie sich. Körperlicher Aktivität, Stress oder Aufregung verschlimmern die Symtome und wenn der Hund schläft verschwinden sie. Auch wenn man es nicht für möglich hält, sie verspüren keine Schmerzen und die Symptome können lebenslang mit Medikamente behandelt werden. Es gab allerdings Fälle von Spontanheilung dieser Krankheit nach mehreren Monaten.