Zum Inhalt springen
Startseite » Kennst du das Vikunja?

Kennst du das Vikunja?

Das Vikunja ist die kleinste Art der Kamele. Das bekannte Alpaka stammt vom wilden Vikunja ab.
Schlagwörter:

Schau dir das Foto einmal genauer an, glaubst du es handelt sich beim Vikunja um eine Art Lama, Alpaka oder doch um ein Kamel?

Was sind Vikunjas? Was haben sie mit Lamas, Alpakas und Kamele gemeinsam? Ganz richtig: Vikunjas sind eine der drei Gattungen der Kamele. Dabei gehöhren Alpakas und Vikunjas zur selben Gattung, der Gattung der Vicungnas, weshalb sie sich auch so wahnsinnig ähnlich sehen. Das Vikunja ist allerdings sehr viel kleiner und ist somit das kleinste Kamel der Welt.

Ein, zwei oder gar keine Höcker, das ist hier die Frage

Lamas, Vikunjas und Alpakas gehören zu den Neuweltkamelen. Diese haben keine Höcker. Anders als die Altweltkamele, mit dem einhöckrigen Dromedar und dem zweihöckrigen Trampeltier, sind Vikunjas also höckerlos.

Sehen wir uns die drei Steckbriefe der genannten Neuweltkamele genauer an:

Wie du siehst, gehöhren Vikunjas und Alpakas zur selben Gattung. Sind also sehr nahe verwandt. Beziehungsweise sagt man, dass Alpakas von den wilden Vikunjas abstammen.

Das echte Kamel heißt übrigens eigentlich Trampeltier, ist ein Altweltkamel, und hat zwei Höcker. Wie du siehst, ist das Trampeltier viel größer und schwerer, als das Vikunja und das Alpaka. Außerdem ist es hoch gefährdet und kommt in freilebender Natur kaum vor. Des Weiteren ist das Lama eine weitere Gattung der Kamele.

Was macht Vikunjas so einzigartig?

Vikunjas oder auch Vicuñas leben in den hochalpinen Teilen der Anden, in Südamerika. Sie kommen dort auf bemerkenswerten 4800 Höhenmetern zu recht. Damit der Kreislauf mit der dichten Luft und dem geringen Sauerstoffanteil klar kommt, ist das Herz des Vikunjas verhältnismäßig groß.

Nach neuesten genetischen Forschungen gehen die heutigen Alpakas auf die noch wild lebenden Vikunjas zurück. Inkas haben nämlich schon vor 3000 Jahren angefangen diese Tiere zu domestizieren.

Ganz besonders unterscheidet sich das Vikunja, von allen anderen Paarhufern, durch seine unteren Schneidezähne. Diese wachsen nämlich, wie bei den Nagetieren, ein Leben lang. Das ist bei anderen Paarhufern allerdings nicht so.

Weicher als Kaschmirwolle

Die goldene Wolle der Vikunjas ist hochbegehrt, denn sie ist sogar noch weicher als Kaschmirwolle. Deshalb wurden die Tiere gejagt, bis sie kurz vor dem Aussterben standen. Die feine seidene Wolle ist eine der teuersten der Welt und wird auch als „das Gold der Anden“ bezeichnet. Glücklicherweise konnte sich der Bestand der Vikunjas erhohlen und sind somit nicht mehr bedroht. 

Die feine goldene Wolle der Vikunjas ist hochbegehrt und eine der teuersten Wollen der Welt. Sie soll noch geschmeidiger als Kaschmir sein.

Was haben Vikunjas, Lamas, Alpakas und generell Kamele gemeinsam?

Wie alle Kamele spuken Vikunjas, wenn sie sich bedroht fühlen. Belästigt man sie also, bekommt man einen übelriechenden und halb verdauten Nahrungsbrei ab.

Quellen

  • Briggs, Mike, Peggy (2016): Tiere: Lebensräume, Verhalten, Eigenschaften, Bath, UK: Parragon
  • Tierwelt Herberstein [Letzte Ansicht: 29.04.22]
  • Erlebnis Zoo Hanover: zoo-hannover.de [gesehen am 29.04.2022]

Interessantes zur Tierwelt