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Grundregeln für die Verwendung der Rollleine

Grundregeln für die Verwendung der Rollleine
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Die Verwendung von Flexi oder Rollleinen ist ein umstrittenes Thema, vor allem, bei Hundetrainer, da der Hund schlecht kontrollierbar ist und lernt an der Leine zu ziehen. Doch gibt es tausende Hundeliebhaber die nicht auf die Rollleine verzichten möchten. Es gibt ganz klare Grundregeln für die Verwendung von Flexi®-Leinen und solange man Vorausschau beweist, kann ein sicherer Spaziergang mit Tierexperte.info gewährleistet werden.

Die ausziehbare Rollleine ist für viele ein heikles Thema. Auf der einen Seite bietet sie dem Hund mehr Freiheit, doch auf der anderen Seite ist sie schwer zu handhaben, der Hund schwer kontrollierbar und in manchen Situationen ist sie sogar gefährlich. Darum haben ihr die viele abgeschworen, doch es gibt tausende Menschen die sie gemütlich, handlich und praktisch finden. Die richtige Handhabung der Flexi®-Leine ist hierbei aber das A und O. Lerne mit Tierexperte.info wie du mit Flexi-Leine zum zum sicheren Spaziergang kommst.

Trainingstipps, wie man mit Rollleine zum sicheren Spaziergang kommt

Möchtest du auf keinen Fall auf die Flexileine ® verzichten, aber die Handhabung verbessern um mit Flexi-Leine zum sicheren Spaziergang zu kommen? Dann bist du hier richtig. Man kann auch mit der ausziehbaren Rollleine trainieren und so einen angenehmeren und sicheren Spaziergang gewährleisten. Dazu stellen wir dir hier einige wertvolle Tipps zur Verfügung und erklären dir, wie du dich in gewissen Situationen am Besten verhältst.

Mit Rollleine die Richitung ändern, oder abbiegen

Bevor du einfach auf den Stopp-Knopf drückst, rufe deinen Hund und warte auf seine Antwort. Sollte er keinen Augenkontakt herstellen oder nicht kommen, stoppe die Leine vorsichtig und ziehe nur leicht daran und lockere sie sofort wieder. Rufe ihn nochmals. Dann warte bis der Hund einen Schritt auf dich zumacht. Wenn ja, lobe ihn natürlich sofort. Wiederhole das bis er versteht, dass er mit dir gehen soll. So musst du in Zukunft nicht an ihm ziehen, weil er zu weit entfernt ist um dich zu sehen.

Mit Flexileine richtig stehen bleiben trainieren

Rufe deinen Hund beim Namen, hat er Augenkontakt hergestellt, sag „steh“. Du musst in den Moment auch stehen bleiben und den Stopp-Knopf drücken. Halte die Leine straff und dann lockere sie, wenn er auch bei durchhängenden Leine stehen bleibt, lobe ihn. Sollte er weiter gehen wollen, straffe die Leine wieder. Am besten lernt dein Hund ein Kommando immer dann wenn er Augenkontakt zu dir aufgenommen hat, dh. bevor du „steh“ sagst, rufe ihn zuerst bei seinen Namen.

Wie handhabt man die Rollleine, wenn Menschen auf euch zukommen?

Wenn euch Leute über den Weg kommen, solltest du Voraussicht beweisen und deinen Hund sofort mal rufen, damit ihr euch nicht mit anderen Menschen verwickelt. Rufe ihn beim Namen, bevor du ihn herziehst. Sollte er direkt kommen perfekt, wenn nicht drücke auf den Stopper, mit Gefühl, dann rufe ihn. Deute mit einem leichten Ziehen an, dass er kommen soll, aber lockere die Leine sofort wieder. Wiederhole das bis er in deine Richtung geht. Beim ersten Schritt in deine Richtung lobe ihn sofort.

Wie du siehst geht es immer um das Selbe: Nicht einfach am Hund ziehen und herholen, den Stopper drücken und einen gewaltigen Ruck auslösen, sondern genau das verhindern. Dazu braucht man Vorausschau. Man muss die heikle Situationen im Vorhinein erkennen und den Hund sofort rufen, in deine Richtung lenken oder von Gefahren abwenden. Und wenn dein Hund noch nicht auf „Hier“ oder seinen Namen hört, ist das, dass allererste was du ihm beibringen musst.

Wie handhabt man die Rollleine, wenn ein Hund auf euch zukommt?

Da heißt es zwei Situationen zu unterscheiden:

1) Dein Hund möchte diesen Hund begrüßen und der andere Hund scheint auch friedlich zu sein

Wie kannst du das erkennen? Eine gute Möglichkeit ist auf die Beschwichtigungssignale zu achten. Der erste Instinkt deines Hundes wird vielleicht sein, sofort hinzulaufen, zu ziehen, und durch die Leine vielleicht sogar den Oberkörper aufzustellen und hinzuhoppeln. Wie schon gesagt, muss du Vorausschau beweisen und den anderen Vierbeiner am besten schon vor deinem Hund gesehen haben. Dann hast du die Leine auch sofort kurz gemacht und dein Hund ist, auch wenn er wie verrückt zieht, an deiner Seite, und nicht 3m vor dir. Jetzt gehe ganz einfach gemeinsam mit ihm zum anderen Genossen.

Am Wichtigsten ist, dass die Leine kurz gehalten wird, dh. aber nicht dass sie straff sein muss, sondern, dass sie gestoppt sein sollte und er sie nicht weiter ausziehen kann, wenn die beiden anfangen sich im Kreis zu bewegen um sich am Hinterteil zu schnüffeln. In dieser Situation würden sich auch „normale“ Leinen immer verwickeln. In diesem Fall stellen wir uns vor unsere Leine sei wie alle anderen „fix“ und verhalten uns so. Bitte aufpassen, dass dir die Leine nicht aus der Hand flutscht, denn das könnte die beiden erschrecken, ein Trauma auslösen und den Hunden den Kontakt mit anderen vermiesen.

2) Dein Hund will spielen, der andere aber nicht. Oder umgekehrt

Gleiche Reaktion: du musst einen anderen Hund im Vorfeld sehen. Hier sind wir sehr streng, denn viele Hundebesitzer achten nicht darauf, was um sie herum geschieht, sind mit dem Telefon beschäftigt und bemerken nicht, dass der Hund Essensreste frisst, oder wenn er seine Nackenhaare aufstellt, was ein klares Zeichen von möglichen Streitigkeiten ist. Man muss sich als Hundebesitzer im Klaren sein, dass für den eigenen Hund, aber auch für den anderen, immer ein gewisses Risiko besteht und Gefahren hinter jeder Ecke oder Busch lauern können. Man muss seinem Hund vertrauen können, jedoch kann es trotz alledem auch beim friedlichsten Hund zu Streitereien kommen. Wenn du einen anderen Hund siehst, hole die Leine sofort ein und beobachte ob dein Hund oder der andere auf Streit aus ist. Wenn dem so ist, Splitte die Situation.

Was bedeutet Splitting?

Splitt = englisch für Trennen. Es handelt sich um eines der potentesten Beschwichtigungssignale der Hunde um brenzliche Situationen zu entschärfen. Das bedeutet, wenn du in so einer Situation bist, trenne deinen Hund von der „Gefahr“ durch deinen eigenen Körper, hole ihn an deine Seite und gehe an der Gefahr vorbei. Du musst dabei als Schild fungieren und die beiden so trennen. Das funktioniert übrigens auch bei Geräuschen, Kindern, Autos, etc. Der Hund sollte immer auf der Seite gehen, wo sich nicht die Gefahr oder die Ablenkung befindet. Dadurch gibst du ihm die nötige Sicherheit. Wichtig ist auch noch, dass du immer weitergehst, auch wenn er stehen bleibt. Nimm ihn umbedingt mit, sei willensstark und bleib nicht stehen, solltest du in diesem Moment an ihn ziehen müssen. Hunde lernen in Bewegung. Wenn er mitgeht, lobe ihn, und das gleich beim ersten Schritt an.

Weitere Trainingstipps: Geh immer als erstes durch die Tür!

Lass deinen Hund nicht rausstürmen, vor allem nicht ohne zu wissen, ob hinter der Eingangs- oder Gartentür ein Hund, Mensch oder Auto kommt. Halte dazu die Leine gestoppt, der Hund soll warten bis du die Tür ganz geöffnet hast und bis DU losgehst.

Lass die Flexi-Leine erst auf der Wiese ausziehen 

Bis du beim Park, der Wiese oder den Schnupperorten angekommen bist, lass die Leine kurz (gestoppt) auf max. 2m. So lernt der Hund, dass er nicht immer die volle Leine bekommt und auf engen Straßen ist es sowieso nicht vorteilhaft, wenn er weit vor dir geht oder um die Ecke biegt. Du kannst auch ein neues Kommando einführen, z.B.: „lang“, das bedeutet dann er hat jetzt „lange“ Leine und „kurz“ für kürzere Distanz.

Zusammenfassung um mit Flexileine zum sicheren Spaziergang zu kommen

  1. Vorausschau haben: dh.: Augen auf, Telefon weg!
  2. Den Hund herholen: zuerst rufen und auf Augenkontakt warten. Dann mit der Leine die Bewegung zu dir andeuten. Leine Lockern, beim ersten Schritt zu dir loben.
  3. Stopper-Funktion nicht missbrauchen! Gib deinem Hund die Chance auf deine Kommandos zu hören. Nur im Ernstfall oder zur Gefahrenverhinderung den Hund herziehen.
  4. Lass es nicht zu Verhedderungen kommen und es wird sich niemand über Brandwunden beschweren.
  5. Lass die Leine NIE fallen! Wenn die Leine runterfällt, macht das einen Krach, das Plastikteil schnellt sofort in Richtung Hund, der sich davon verfolgt fühlt. Im schlimmsten Fall bekommt er ein lebenslängliches Trauma. Er kann diese Situation mit irgendetwas oder jemanden der in der Nähe ist in Verbindung bringen und Angst davor bekommen. Und im allerschlimmsten Fall rennt dein Hund vor Schreck und vor Angst vor diesem schratternden Plastikteil, das hinter ihm herläuft, los, überquert die Straße, rennt in den Wald, etc.

Wann solltest du keine Rollleine verwenden?

  • … wenn du oft nicht bemerkst, dass dein Hund Essensreste vom Boden aufnimmt.
  • … dein Hund wie verrückt zieht um voranzukommen
  • … der Kontakt mit anderen Hunden oft problematisch ist.
  • … du oft nicht bemerkst, dass dein Hund stehen bleibt.
  • … dir die Leine oft aus der Hand fällt.
  • … du deinen Hund vor dem Supermarkt an einen Mast anhängst.
  • … dein Hund mehr als 10kg wiegt.
  • … dein Hund Angst vor Geräuschen, Kindern, Autos, etc. hat.
  • … dein Hund Katzen, Eichhörnchen, etc. nachjagt.
  • … der Spaziergang in der Stadt ist, im Einkaufszentrum, im Restaurant oder wo sich viele Menschen aufhalten und bewegen.

Wann ist eine Flexi-Leine sinnvoll?

  1. nur wenn du deinen Hund 100%ig unter Kontrolle hast und ihn wirklich immer im Auge behältst.
  2. wenn du Gefahren vor ab erkennst und problematische Situationen, wie zb beim Hundekontakt, sofort lösen kannst.
  3. wenn dein Hund aufs Kommando hört und kommt.
  4. wenn dein Hund keine Angst vor Geräuschen, Kindern, Hunden, Autos, etc. hat.
  5. wenn, beim Spaziergang keine Möglichkeit besteht den Hund frei laufen zu lassen.
  6. wenn, dein Hund ruhig ist und „nur“ am Boden schnüffeln will.
  7. Beachte die Grundregeln für die Verwendung von Flexi®-Leinen.

Wann solltest du die Flexi-Leine auf jeden Fall kurz tragen? Grundregeln

  1. wenn du im Aufzug bist.
  2. der Hund soll nie allein oder vor dir um die Ecke gehen, ohne zu wissen, ob ein Hund, ein Kind, ein Auto, oder eine andere Gefahr kommt.
  3. wenn du über die Straße gehst.
  4. euch viele Menschen oder Hunde über den Weg laufen.
  5. wenn du dir nicht sicher bist, ob der andere oder dein Hund friedlich reagiert.
  6. wenn dein Hund zum Bellen oder Ziehen anfängt.

Warum ist die ausziehbare Leine so gefährlich?

Der Hund verheddert sich

Der Hund verheddert sich schnell, meistens mit den Pfoten und auch mit anderen Hunden, Menschen, Objekte, mit dem Baum und Mästen. Das kann zu Verletzungen, Brandwunden und im schlimmsten Fall zu einer komplizierten Situation zwischen zwei Hunden führen. Da sie allerdings ineinander verwickelt sind, können sie schwer getrennt werden und bei zu langsamer Situationslösung kann es dabei zu unschönen Kämpfen, Beißattaken kommen. Dabei kann man dem Hund nicht Mal die Schuld geben, denn es liegt nicht in seiner Natur einem anderen so dicht auf die Pelle zu rücken und dabei nicht mal von den sogenannten Beschwichtigungssignalen Gebrauch machen zu können.

Mit Rollleine hast du keine Kontrolle über den Hund

Mit der ausziehbaren Leine hat man ganz einfach keine Kontrolle über den Hund, denn Kontrolle hat man nur über kurze Distanzen. Am Schlimmsten ist es bei großen, schweren und/oder Welpen, die alle miteinander nicht trainiert sind. Oft bemerkten die Besitzer nicht, dass der Hund stehen bleibt, wenn sie über die Straße gehen, oder wenn sie beim Aufzug aussteigen. Auch kann es passieren, dass er Etwas nachläuft und über die Straße läuft. Dabei reicht es nur ein paar Schritte vom Bordstein auf die Straße zu laufen, um von einem Auto erwischt zu werden.

Der Hund ist mit Rollleine zu weit weg

Wenn der Hund 4m weit entfernt ist kann man kaum verhindern, dass er Essensreste vom Boden aufnimmt, was aufgrund der häufigen Vergiftungen gefährlich ist. Als Lösung zu diesen Problemen gibt es bei der Rollleine den Stopp-Knopf, der die Leine ruckartig stoppt und somit auch den Hund schnell abfängt, was aber wiederum Verletzungen an den Hals-und Rückenwirbeln verursachen kann. Sollte die Leine in den Pfoten verheddert sein, kann so ein Ruck schwere Verstauchungen verursachen, was für den Hund eine lebenslange Folgewirkung und Physiotherapie bedeuten kann.

Der Hund lernt an der Leine zu ziehen

Eine der Hauptgründe warum die Rollleine bei den Hundetrainern verschworen ist, ist das Ziehen an der Leine. Die Flexi ist natürlich so konzipiert, dass der Hund daran ziehen muss, damit sie ausgefahren wird. Ein Hund der an einer “normalen” Leine wie wild in alle Richtungen zieht, sollte daher nicht mit einer Rollleine geführt werden. Allerdings kann man auch mit einer Flexi-Leine zum sicheren Spaziergang kommen. Dabei muss beachtet werden, dass man nicht selbst anfängt am Hund zu ziehen, während man den Stopp-Knopf drückt. Aber mit den Grundregeln für die Verwendung von Flexi®-Leinen bekommt ihr einen angenehmen Spaziergang hin.

Schlussfolgerung

Die Flexi® Leine ist super, wenn es darum geht dem Hund mehr Freiheit anzubieten, weil es in während dem Spaziergang oft unmöglich ist ihn frei laufen zu lassen. Das ist verständlich, wenn man in dicht besiedelten Orten wohnt, oder auch aufgrund anderer Probleme. Dabei ist das aller heiligste Gebot, dass man seinen Hund kennt, ihn perfekt einschätzen kann, und er nicht zieht
Die Leine kann schnell zum Alptraum werden, wenn man nicht 100%ig verstanden hat was die Pros und Contras dieser Leine bedeuten. Beachte daher immer die Grundregeln für die Verwendung von Flexi®-Leinen

Ein Tipp

Beim Stadtspaziergang die normale Leine verwenden
Im Park die Flex-Leine verwenden
Im Wald eine Schleppleine verwenden

Welche Alternativen gibt es zur Flexileine?

Es gibt sehr tolle Alternativen zu den Flexileinen, und zwar, Schleppleinen, und mein persönlicher Favorit, die verstellbare Führleine mit mehreren Positionen. Dabei handelt es sich um Leinen, die man durch die Karabiner und Haken, von 1m auf 2-3m verstellen kann.

Hund mit verstellbarer Führleine

Möchtest du trotzdem eine Flexi-Leine verwenden?

Das können wir verstehen, denn du willst nur das beste für deinen Hund, ihm mehr Freiheit bieten, allerdings solltest du sie gewissenhaft verwenden. Behalte deinen Hund immer im Auge und verwende die Leine auch nicht bei jedem Spaziergang. Der Hund soll sich auch daran gewöhnen nicht immer den selben Freiraum zu haben. Außerdem gibt es Situationen in denen du ganz gewiss keine flexible Leine brauchst wie zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Einkaufszentrum oder ähnliches.

Welche Rolleinen sind dann zu empfehlen?

Das kommt ganz auf das Gewicht deines Hundes an. Wie schon erwähnt sind Flexis für allzu schwere und große Hunde nicht empfehlenswert. Aber auf jeden Fall ist auf die Sicherheit zu achten und dabei hat Flexi® ein handliches und einfaches Design. Diese schöne reflektierende Leine, erhältlich mit 3 oder 5m ist einfach toll, leicht und ist super sichtbar. Es gibt Leinen mit Seil und Leinen mit Gurt. Welche davon mehr „brennen“ ist relativ, bei einem starken Ruck, brennen beide und können Brandwunden verursachen. Beachte die Grundregeln für die Verwendung von Flexi®-Leinen.