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Abbruchkommando „Nein“ richtig beibringen

Wie man dem Hund das Kommando „Nein“ beibringt

Hundetraining besteht nicht nur darin den Hund über positive Verstärkug zu trainieren oder sein schlechtes Verhalten zu ignorieren, sondern auch darin „Nein“ zu sagen, über ein sogenanntes Abbruch-Kommando. Wann man allerdings dieses Kommando verbal ausspricht hängt von der Situation ab und die Frage ist ob man überhaupt mit dem Hund sprechen soll.

Warum es wichtig ist dem Hund das Abbruchsignal „Nein“ richtig zu lehren

Wir sagen instinktiv viel zu oft „Nein“ oder „Aus“ zu unserm Hund, sodass er dieses vermeindliche Kommando wahrscheinlich gar nicht versteht, bzw. komplett falsch assoziiert wird. Deshalb werden wir das Kommando „Nein“ auf eine andere Art und Weise einführen. Es wird nämlich nur in extremen Situationen eingesetzt, zum Beispiel wenn unser Hund beim Spaziergang Futter vom Boden, o.Ä., aufheben will oder wenn er auf Möbel oder Menschen springt.

Der Hund soll „Nein“ als absolutes No-go verstehen und lernen, dass das, was er gerade tut, nicht erwünscht ist. Allerdings verwenden viele dieses Wort als universalen Befehl für all mögliche Situationen, ohne es wirklich zu lehren. Hunde lernen dieses Kommando nicht automatisch, nur weil man es lauter oder wütender schreit. Es muss wie alle anderen Übungen im richtigen Moment eingestzt werden.

In welchen Situationen verwenden wir das Kommando „Nein“?

Das Kommando „Nein“ wird in extremen Fällen verwendet. Das sind Situationen indenen dein Hund Zuhause auf die Küche springt, Essen stiehlt, Besuch oder Kinder anspringt, etc.

Während dem Spaziergang verwenden wir dieses Abbruchssignal, wenn er Essensreste, Exkremente, Dosen, Müll, oder schlimmeres vom Boden aufnehmen will. Außerdem kann es auch draußen vorkommen, dass er Leute anspringen will, auch wenn es nur zur Begrüßung ist.

In welchen Situationen soll man nicht mit dem Hund reden, oder „Nein“ sagen?

Nicht alle Situationen sind gleich extreme. Wenn dein Hund Futter, o.Ä., vom Boden aufnehmen will, können andere Übungen verwendet werden um diese schlechte Angewohntheit zu trainieren. Siehe: Impulskontrolle. 

Eine wichtige Grundregel unseres Hundetrainings ist, nie mit dem Hund zu sprechen, wenn er ein schlechtes Verhalten zeigt, wie zum Beispiel, zu bellen, an der Leine zu ziehen, etc., denn das bestärkt ihn nur noch viel mehr in seinem Verhalten. Daher verwenden wir auch in diesen Fällen nicht das Abbruchkommando „Nein“, sondern andere Trainingsübungen, wie die Futterkontrolle, sowie andere Grundkommandos, die zu einer wohltuenden Hundeerziehung führen.

Außerdem muss dein Hund das Kommando „Nein“ richtig verstehen lernen und assoziieren. Dazu müssen wir mit Hundeleine und Halsband trainieren. Wie das funktioniert siehst du ihm nächsten Abschnitt.

Wie bringt man dem Hund das Abbruchsignal „Nein“ bei?

Das Abbruchsignal „Nein“ oder „Pfui“ wird am Anfang immer in Kombination mit der Leine verwendent. Gewöhne dich daran nicht „Aus“ zu sagen, denn dies ist eine komplett andere Übung, nämlich das Auslassen von Dingen, Spielzeug, Beute und Futter.

Wenn wir nun mit unserem Hund spazieren und er zu etwas am Boden schnellt um es aufzunehmen, halten wir ihn aprupt davon ab. Dazu sagen wir streng, aber nicht wütend oder schreiend, „Nein“ und ziehen gleichzeitig die Leine zu uns. So holen wir unseren Hund weg von der brenzligen Situation oder Gefahr.

Wichtig ist, dass wir dann einfach weitergehen, das heißt, den Hund in Bewegung halten und die Leine sofort wieder lockern.

Das Abbruchsignal „Nein“ ist ein Kommando, das immer in Kombination mit einer Bewegung trainiert wird. In diesem Fall mit einem wegziehen vom Objekt.

Wenn die Leine nun locker durchhängt und unser Hund aufmerksam neben uns läuft, loben wir ihn. Was wir so erreichen wollen, ist, dass der Hund das Ziehen, das eine Bewegung ist, mit der Tatsache verbindet, dass er das Futter oder irgendetwas anderes nicht aufnehmen darf.

Kommando „Nein“, wenn dein Hund Menschen anspringen will

Wenn unser Hund Menschen oder Möbel anspringen will, aus Begrüßung oder aus Spaß, gehen wir gleich vor. In dem Moment, in dem wir sehen, dass unser Hund aufspringen will, stoppen wir die Situation, indem wir die Leine ganz kurz halten, sie herunterziehen und in Bewegung „Nein“ sagen. Gehe nun mit deinem Hund einige Schritte zurück, halte ihn in Bewegung. Wenn er sich nun entspannt hat, kannst du ihn loben. Erinnere dich daran, dass Hund alles in Bewegung lernen, weil sie Bewegungstiere sind.

Splitting als Ergänzung zum Abbruchkommando „Nein“

Splitting ist Englisch für „Trennen“. Hund verwenden dieses Beschwichtigungssignal instinktiv um, zum Beispiel, zwei streitende Hunde von einander zu trennen, indem sie einfach dazwischen gehen. Sie verstehen daher, was es bedeutet, wenn man sich zwischen ihn und andere brenzlige Situationen stellt. Zum Beispiel, kannst du deinen Hund immer auf die andere Seite holen, wenn du einen anderen Hund siehst oder bei einer Baustelle vorbei gehst. Wenn wir also eine Ablenkung sehen, wie z. B. Müll auf dem Boden, andere Tiere, Autos usw., stellen wir uns immer zwischen die Ursache der Ablenkung und unseren Hund. Das Kommando „Nein“ verwenden wir, wie beschrieben, nur in extremen Situationen.

Weitere Tipps für das Hundetraining

Überfordere deinen Hund nicht, lerne seine Beschwichtigungssignale, die 4 Arten des richtigen Lobens und kombiniere das Hundetraining mit anderen Grundkommandos für eine wohltuende Hund-Mensch-Beziehung. Andere Trainingsaufgaben tragen dazu bei Vertrauen zu dir aufzubauen, sowie dazu, dass auch du deinem Hund vertrauen kannst. Du findest alle wichtigen Informationen unter den Menüpunkten Grundkommandos, Hundetraining oder Hundweisheiten.

Unter diesem Link findest du 5 Schritte zu einer wohltuenden Hund-Mensch-Beziehung. Ein Arbeitsbuch mit allen notwendigen Übungen und Erklärungen, um deinen Hund verstehen zu lernen und eine erfolgreiche Hundeerziehung zu erzielen.

Und wenn du oder deine Kinder mehr über die Beschwichtigungssignale der Hunden herausfinden möchtet, findest du hier ein Kinderbuch, das die hündische Körpersprache auf lustige und unterhaltsame Weise, anhand der Geschichte von Pelusa und Mixta erklärt.

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