Zum Inhalt springen
Startseite » Hundetraining drinnen oder draußen?

Hundetraining drinnen oder draußen?

photo of dog and person walking on grass
Schlagwörter:

Kann oder sollte das Hundetraining draußen oder drinnen stattfinden? Eins ist dabei ganz wichtig: Man muss auf seinen Hund eingehen und seinen Trainingsfortschritt berücksichtigen. Egal ob du deinem Hund „Sitz“, „Bleib“ oder „Komm“ beibringen möchtest, beginnst du am besten immer zuerst bei dir zu Hause. Erst nach einem erfolgreichen Training drinnen kannst du es auf die Straße wagen. Das heißt selbst beim Abruftraining beginnst du am besten zuerst in deinem Wohnzimmer, während du stets im Hinterkopf behältst, dass Hunde in Bewegung lernen.

Wieso soll man das Hundetraining drinnen beginnen?

Zuallererst ist beim Hundetraining essenziell, ein ruhiges Setting zu wählen. Dein Hund benötigt einen ruhigen Ort ohne Ablenkungen, um eine Übung oder ein Kommando lernen zu können, deshalb beginnen wir das Hundetraining drinnen und zu Hause. Hier in seinem Territorium beginnt jedes Kommando und jedes Training. Das bedeutet auch, dass wir am besten alleine, ohne andere Artgenossen, ohne Fernseher oder andere störende Geräusche trainieren. Also fangen wir zu Hause an, das ist die 1. Stufe des Trainings.

Folgende Ablenkungen sollten vermieden bzw. Dinge verstaut werden:

  • Geräusche wie Radio, TV
  • Lärm wie Baustellen, Verkehr
  • Andere Hunde
  • Andere Haustiere wie Hasen, Katzen, etc.
  • Fremde Personen
  • Spielzeug des Hundes
  • Leckerlis, Kauknochen u.Ä.

Wann beginnt man das Hundetraining draußen?

Wenn wir drinnen Erfolg mit dem Training haben, können wir unseren Horizont etwas erweitern. Dann wagen wir das Üben im Flur, auf der Terrasse und im Garten. Hier begegnen uns erste Ablenkungen, wie Gerüche aus dem Garten, Wind, Geräusche der Straße, aber der Hund befindet sich noch immer in seinem Terrain. Wichtig ist immer die Leine richtig zu halten.

Hundetraining im Garten: Die 2. Stufe. Am besten wäre es aber mit Leine zu arbeiten.

Hundetraining draußen beim Spaziergang

Die dritte Ebene ist der übliche Spaziergang und die bekannte Route. Wir sind also immer noch an einem vertrauten Ort. Allerdings wird der Hund hier mit sehr viel mehr Ablenkungsmöglichkeiten konfrontiert. Vielleicht kommt ein anderer Artgenosse auf uns zu, interessante Gerüche, Essensreste oder ähnliches. In dieser Stufe musst du deinen Hund sehr gut einschätzen können. Solltest du merken, dass es deinem Hund sehr schwerfällt aufmerksam zu sein, sich auf dich und die Übung zu konzentrieren oder nervös wird, musst du eine Stufe zurückgehen. Denn eines ist sehr wichtig: den Hund nicht zu überfordern. Hunde sind sehr sensibel und können sich frustrieren. Das kann zu einer schlechten Hund-Mensch-Beziehung (*) führen und natürlich auch, dass er die Übung erst gar nicht versteht.

Tipps, damit kein Frust beim Hundetraining aufkommt: Hundesport Nubi.

Hundetraining an unbekannten Orten

Und wenn wir uns mit den Übungen wohlfühlen und sie gut funktionieren, bewegen wir uns an unbekannte Orte, zum Beispiel: das Haus eines Freundes, einen anderen Park oder Wald. Unbekanntes Terrain ist aber nicht nur ein Ort, sondern können auch Dinge, Geräusche, fremde Artgenossen oder Menschen sein:

  • Eine fremde Person
  • Baustelle
  • Lauter Verkehr
  • Einkaufsstraße, Einkaufszentrum
  • Viel Menschenverkehr
  • Restaurant
  • Auto
  • Zug, Bus oder anders öffentliches Verkehrsmittel
  • Neue Gerüche
  • Tiere: Vögel, Eichhörnchen, Enten, etc.
  • Essensreste, Exkremente, etc. Es empfiehlt sich die Übung: Impulskontrolle.
Die schwierigste Stufe des Hundetrainings beinhaltet unbekannte Ablenkungen: Menschen, Orte, Gerüche oder Geräusche.

Während dem Hundetraining, in allen vier Stufen, d. h. sowohl drinnen als auch draußen, verwenden wir Halsband und eine kurze Leine und beachten die Grundregeln des richtigen Lobens.

Was du sonst noch wissen solltest