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Geht es in den Urlaub ans Meer, nach Spanien oder Griechenland? Schütze deinen Hund vor Mittelmeerkrankheiten

Vor dem Urlaub mit deinem Hund in Spanien, Griechenland, Italien oder den Tropen solltest du dich über die Mittelmeerkrankheit Leishmaniose bei deinem Tierarzt informieren.
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Leishmaniose oder Leishmaniasis ist eine der Mittelmeerkrankheiten, die vor allem im Mittelmeerraum vorkommt und somit im Urlaub für deinen Hund gefährlich werden kann. Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit die hauptsächlich an Tieren, aber auch am Menschen nachgewiesen wurde. Möchtest du mit deinem Hund verreisen, z.B. eine Autoreise nach Spanien, Griechenland, tropische und subtropische Gebiete, solltest du ihn auf jeden Fall vor dieser gefährlichen Krankheit schützen.

Wie wird Leishmaniose übertragen?

Die Mittelmeerkrankheit Leishmaniose wird durch den Parasiten Leishmania hervorgerufen. Diese Parasiten werden durch die Sandmücke (Phlebotomo) auf unsere Haustiere, vor allem Hunde, übertragen. Eigentlich leben Sandmücken im Mittelmeerraum (Mediterraneum) und Asien. Doch seit einigen Jahren hat sich die Krankheit auch in Mitteleuropa heimisch gemacht und die Mücke streunt leider auch durch Deutschland und Österreich, also „kühlere“ Länder. Aufgrund der globalen Erwärmung und durch Einschleppen aus wärmeren Ländern, wie Griechenland und Spanien kommt Leishmaniose immer häufiger vor.

Es existieren 30 verschiedene Spezies des Parasiten Leishmania, die sich je nach Auftreten und dem verursachten Krankheitsbild unterscheiden:

  • Leishmaniose im Mittelmeerraum und Asien: Leishmania aethiopica
  • Leishmaniose in südamerikanischen Ländern: Leishmania mexicana und Leishmania brasiliensis

Kann Leishmaniose vom Hund auf den Mensch übertragen werden?

Ein Hund oder Haustier, welches an Leishmaniose leidet, kann diese Krankheit glücklicherweise nicht direkt auf den Menschen übertragen. Jedoch ist trotzdem Vorsicht geboten, denn es besteht die Gefahr, dass sich eine Mücke bei deinem Hund infiziert und dann wiederum die Personen in seinem Umfeld sticht, so den Parasiten überträgt, und mit ihm die Krankheit.

Symptome der Leishmaniose (Mittelmeerkrankheit) beim Hund

Die ersten Zeichen dieser Mittelmeerkrankheit sind Verhaltensauffälligkeiten deines Hundes. Vor allem nach dem Urlaub in einem der betroffenen Gebiete. Eindeutige Indizien des Unwohlseins sind Teilnahmslosigkeit und Schläfrigkeit. Das bedeutet, sollte dein Hund oder deine Katze plötzlich kein Interesse mehr an dem Geschehen zeigen und immer mehr Ruhephasen entwickeln, könnte es sein, dass deine Fellnase an Leishmaniose leidet.

Allerdings sind diese nicht aufschlussreiche Symptome und können auch von anderen Erkrankungen hervorgerufen werden. Deshalb muss dein Tierarzt einige Tests vornehmen, um Leishmaniose zu diagnostizieren.

Symptome bei Leishmaniose die du selbst erkennen kannst

  • Lymphknotenschwellung
  • Hautläsionen, Irritationen, Ekzeme und Wunden: normalerweise in den Ohren, auf der Nase und um die Augen. Diese Wunden heilen normalerweise nicht von selber ab.
  • Überschnelles Wachstum von Krallen
  • Gewichtsverlust aufgrund von Appetitlosigkeit

Symptome der Leishmaniose beim Mensch

Diese Mittelmeerkrankheit verursacht vor allem Müdigkeit, Schwächegefühl und Appetitlosigkeit. Die häufigste Form der Leishmaniose beim Menschen ist die kutane Leishmaniose. Diese verursacht wiederum kleine rotbraune Hautknoten und treten vor allem an Wange und Armen auf. Oft infizieren sich diese Stellen auch und vergrößern sich.

Allerdings kann es aber auch zu schlimmeren Formen der Infektion kommen:

  • Hautirritationen und Hautgeschwür (Hautleishmaniose)
  • Schleimhaut-Ekzeme (Schleimhautleishmaniose)
  • Leber-, Milz- oder Knochenmarkschäden (Viszerale Leishmaniose)
Leishmaniose wird durch die hier abgebildete Sandmücke auf den Hund oder die Katze übertragen.

Wie kann ich meinen Hund vor der Mittelmeerkrankheit Leishmaniose schützen?

Ein gewöhnliches Floh-Halsband oder Aniti-Mücken-Halsband hilft da nicht aus! Da muss ein spezielles Antiparasitarium her, und zwar eines, das ausdrücklich gegen alle Arten der Sandmücke (Phlebotominae) vorgeht, nicht nur die “gewöhnliche” Stechmücke.

Sehr hochwertige Halsbänder gegen Parasiten wie Zecken, Flöhe und auch Sandmücken sind Seresto von Elanco (früher Bayer) und Scalibor von MSD Animal Health. Mittlerweile kann man diese auch online auf Amazon bestellen. Dabei gibt es verschiedene Größen. Seresto geht nach Gewicht und Scalibor nach Halsumfang.

Wie funktioniert das Seresto® Halsband?

Effektive Parasitenbekämpfung durch Spot-on-Mittel als Pipette

Eine weitere Methode, die gefährliche Sandmücke von unseren Hunden fernzuhalten, ist ein Spot-on-Mittel in Pipetten-Form.

Einfache Anwendung: Der Wirkstoff wird mit einer vordosierten Pipette ganz einfach auf die Haut des Hundes aufgeträufelt. Pipette öffnen, Lösung in den Nacken des Hundes auftragen und der Wirkstoff verteilt sich mit dem natürlichen Talgfilm über die gesamte Haut des Tieres.

Frontline

Die bekanntesten Marken sind Advantix und Frontline TriAct. Mit diesem Medikament werden aber nicht nur die Flebotome, sondern auch Flöhe, Zecken, Stechmücken, Fliegen und Larven abgetötet.

Hierbei muss darauf geachtet werden, dass nicht alle Mittel für Katzen geeignet sind. Frontline bietet zum Beispiel Pipetten für Hund und für Katzen Pipetten mit einer anderen chemischen Zusammensetzung an.

Welche andere Mittelmeerkrankheiten gibt es?

Leishmaniose ist nicht die einzige Mittelmeerkrankheit vor der du dich vor dem Urlaub mit deinem Tierarzt auseinandersetzen solltest. Hast du vor deinen Hund mit auf die Reise zu nehmen, informiere dich vorher, welche Parasitenbekämpfungsmittel und Antiparasitaria in Tabletten du für deinen Hund benötigst.

Neben der Leishmaniose gib es noch diese Mittelmeerkrankheiten:

  • Herzwurmerkrankung: vor allem in Spanien wie Valencia, Italien, Griechenland, Südfrankreich, Portugal und auf den Kanarischen Inseln. Der Parasit wird von Stechmücken übertragen.
  • Babesiose: Wird durch Zecken übertragen.
  • Ehrlichiose: Wird vor allem durch die braune Hundezecke übertragen. Die Übertragung beginnt nach ca. 3 Stunden nach Anheften.
  • Hepatozoonose: Der Erreger wird oral durch Verschlucken oder Zerbeißen einer braunen Hundezecke auf den Hund übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 2-4 Wochen.

In jedem Fall ist Vorsorge besser als Nachsorge und Hunde sollten immer nach dem Spaziergang auf Zecken abgesucht werden und diese schnellstmöglich entfert werden, da dadurch die Übertragung eines Parasiten verhindert werden kann. Außerdem sind externe Parasitenbekämpfungsmittel sehr zu Herzen zu nehmen.

Vorsorgende Medikamente gegen Mittelmeerkrankheit (Prophylaxe)

Mittlerweile gibt es auch vorsorgende Medikamente gegen Parasiten (Prophylaxen) die „von Innen wirken“ und Zecken innerhalb kürzester Zeit abtöten. Das mindert die Gefahr erheblich, dass die Zecke Parasiten und auch andere Erkrankungen wie Borreliose, Ehrlichiose, Hepatozoonose oder FSME überträgt.

Diese Prophylaxen gegen Zecken und Milben heißen u.A.: Bravecto und NexGard. Ersteres wirkt 3 Monate und letzteres 1 Monat.

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