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Die Leine richtig halten

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Stell dir vor, dass die Leine eine unsichtbare Verbindung zu deinem Hund ist und wie dein ausgestreckter Arm fungiert. Die Hundeleine ist dazu da, um den Hund zu führen, anstatt ihn zu berühren oder zu streicheln.

Schritt 1: Vorbereitung der Hundeleine

Führe die Leine immer mit zwei Händen. Das ist besonders wichtig bei großen, schwereren Hunden, aber auch bei kleinen. Je nachdem, auf welcher Seite dein Hund geht, wird mit einer Hand kurz und mit der anderen Hand lang gehalten. Außerdem erleichtert diese Handhabung das sogenannte „Splitting“ (engl. Trennen), z.B. wenn dein Hund andere Hunde anbellt. Diese, ist die richtige Art einem Hund das Bellen abzugewöhnen.

Schritt 2: Dein Hund geht auf deiner linken Seite

Geht dein Hund auf deiner linken Seite, nimmst du die Leine mit der linken Hand kurz, sodass sie zwar nicht gespannt, aber trotzdem gut kontrollierbar ist. Die Leine soll durch die gesamte Handfläche gehen. Mit der rechten Hand hältst du die Leine lang, locker, und durchhängend zur anderen Hand. Die am besten 3 m lange Hundeleine rollst du dann in der rechten Hand so ein, dass sie schnell ausrollbar ist. Auf dem folgenden Bild siehst du, wie das aussieht:

So ist es richtig: Der Hund links: die linke Hand kurz, nahe dem Hund und die rechte Hand lang.

Schritt 3: Deinem Hund mehr Freiraum geben

Wenn du deinem Hund also in einer Situation mehr Spielraum geben möchtest, kannst du ganz einfach die Leine, (in diesem Fall) der rechten Hand loslassen und hast gleichzeitig den Hund unter Kontrolle. Hundesport Nubi erklärt, welche die beste Hundeleine ist.

Schritt 4: Kombination Halsband und Geschirr

Sind wir mit unserem Hund spazieren, lassen wir ihn neben uns laufen, ohne uns zu überschreiten. Zieht dein Hund wie wild und lässt sich durch gewisse Situationen ablenken, wie zum Beispiel, durch Katzen, andere Artgenossen, Radfahrer, etc., wäre es vielleicht angebracht, mit Halsband UND Geschirr zu arbeiten. Leinenführigkeit lässt sich nämlich bei großen, starken und wilden Hunden am besten durch eine Kombination aus Halsband und Geschirr trainieren. Hierfür ist ein sogenanntes Ttouch Brustgeschirr auch super.

Warum führt man die Leine mit zwei Händen?

Mit zwei Händen hat man viel mehr Kraft, als mit einer alleine und den Hund in einer brenzligen Situation besser unter Kontrolle. Die Leine mit zwei Händen zu halten bedeutet nicht, dass du deinem Hund keine lange Leine geben sollst, sondern vorausschauend Situationen kontrollieren musst. Mit einem Hund Gassi zu gehen ist ein stetes Handhaben von Situationen, in denen Hunde spielen, raufen, sich in Kot wälzen, bellen, schnüffeln, Essensreste aufheben und über die Straße laufen wollen. Aber man kann auch tolle und aufregende Spaziergänge für den Hund gestalten, obwohl er an der Leine ist. Mit Suchspielen, Futter werfen, Mantrailing und Denksport wird das Gassi gehen interessanter. Trotzdem ist es wichtig immer aufmerksam zu sein und mit der Leine zu arbeiten, vor allem wenn dein Hund plötzlich Angst hat vorm Gassi gehen.

Während der Übungen nehmen wir unseren Hund an die Leine und ans Halsband oder Geschirr. Das hört sich vielleicht in erster Linie übertrieben an, denn warum sollte er zu Hause und drinnen an die Hundeleine? Doch es ist äußerst empfehlenswert, den Hund beim Hundetraining anzuleinen. Selbst beim einfachsten Sitzkommando oder beim Platztraining hilft dir die Leine. 

Wie verwendet man die Leine beim Hundetraining richtig?

Da der Hund während dem Training und bei vielen Gelegenheiten springen, oder sich wegbewegen könnte, halten wir ihn an einer kurzen Leine (höchstens 2 m). Dabei unterscheiden wir zwischen der Führhand und der Belohnungshand. Bist du Rechtshänder, ist deine Belohnungshand die Rechte und die Führhand die Linke. Warum ist das so? Das Allerwichtigste beim Training ist, den Hund zum richtigen Zeitpunkt zu loben. Deshalb geben wir die Leckerlis bzw. das Futter mit der schnelleren Hand (der Belohnungshand) und halten die Leine mit der anderen Hand (Führhand).

Beispiel: Die Leine richtig halten beim Platz-Training

Platz-Training für Rechtshänder:
  • Du hältst die Leine in der linken Hand und mehrere Leckerlis in der rechten Hand. Bevor du das Kommando „Platz“ gibst, drehst du eine kleine Runde mit deinem Hund im Wohnzimmer und plötzlich sagst du „Platz“.
  • Zeige mit der rechten Hand (Belohnungshand), mit dem Finger und den Leckerlis in der geschlossenen Hand auf den Boden vor dir. Gleichzeitig hältst du die Leine kurz und deutest immer wieder an, dass er sich hinlegen soll. Das bedeutet nicht, dass du ihn ruckhaft ziehen sollst, sondern gefühlvoll mit der Leine etwas nach hinten ziehen.
  • Mache außerdem mit der Belohnungshand Bewegungen von der Schnauze des Hundes in Richtung Boden. Lass ihm das Leckerli riechen und dann warte bis er sich hingelegt hat.

Sag das Kommando immer nur einmal. Wenn er das Kommando nicht ausführt, hat er es noch nicht verstanden!

Beim Training versuchen wir den Hund am besten nicht zu berühren oder zu streicheln, auch nicht um ihn für gutes Verhalten zu loben, denn wir verwenden nur eine der 4 Arten einen Hund zu loben. Und zwar entweder Futter oder die Stimme.

Deshalb verwenden wir die Leine, die uns mit unserem Vierbeiner verbindet und wie ein ausgestreckter Arm fungiert. Auch beim einfachsten Sitztraining verzichten wir nicht auf die Leine, denn der Hund sollte unter keinen Umständen berührt werden. Niederdrücken und den Hund so zum Sitzen zu zwingen ist keine zielführende Trainingsmethode. Außerdem kann es oft passieren, dass der Hund aufspringt, oder uns anspringt, wenn er das Leckerli sieht. Dieses Verhalten verhindern wir sofort mit der Leine. Dies sind Übungen der Impulskontrolle.

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