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Ist rutschiger Boden eine Herausforderung für deinen Hund?

Hunde können aufgrund einer falschen Assoziation plötzlich Angst vor glattem oder rutschigem Boden, oder speziellen Untergründen wie Fliesen, bekommen.
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Hat dein Hund ganz plötzlich Angst vor glattem oder rutschigem Boden, oder Untergründen wie Badezimmerfliesen und weigert sich schlicht darüber zu laufen? Es gibt mehrere Möglichkeiten, was hier passiert ist:

  1. Deinem Hund ist etwas Schlechtes passiert, und zwar genau in dieser einen Küche und hat nur vor deiner Küche Angst.
  2. Vielleicht hat er sich z.B. von einem herunterfallendem Topf erschreckt. Diesen Schreckmoment hat er mit dem Fliesenboden assoziiert. Viele Dinge könnten dieses Trauma ausgelöst haben: Baustellenlärm, Kindergeschrei, etc. während er auf diesem Boden war.
  3. Er hatte Schmerzen, als er über den glatten Boden gelaufen ist.
  4. Er war alleine Zuhause und hatte Stress. Vielleicht war er eingesperrt.

Warum assoziiert ein Hund ein Gefühl mit dem Boden?

Manchmal assoziiert ein Hund den Takt des Untergrundes, wie z.B. Asphalt, Gras, Küchenfliesen, Fußboden oder Holz, mit etwas Schlechtem, das ihn erschreckt hat, oder ihm Angst gemacht hat. Dieses schlechte Gefühl hat sich dann mit dem in diesem Moment gefühlten Boden mental „verkoppelt“. Das bedeutet es hat sich zu einem Trauma entwickelt und ist seit dem Grund für sein Unbehagen, wenn er darüber laufen muss. Das bedeutet aber nicht, dass er eigentlich Angst vor dem Boden hat, sondern sich an die schlechte Situation erinnert.

Viele Hunde haben Angst vor dem Boden in der Küche.

Aus diesem Grund, ist es sehr wichtig unseren Hund in gewissen Situationen genauestens zu beobachten, wenn wir merken, dass er z.B. ängstlich beim Gassi gehen ist, wenn er nervös wird oder ihm unwohl ist. Denn genau dann kann er diese stressige Situation falsch assoziieren und sich ein Trauma entwickeln, das mit der einen Situation später gar nichts mehr zu tun hat. Viele Hunde bellen z.B. Kinder an. Das liegt aber manchmal daran, dass sie ihr Geschrei oder sogar andere Schrecksituationen mit ihnen verbinden.

Schritt-für-Schritt-Trainingsanleitung

  1. Motiviere deinen Hund mit Leine und Geschirr auf „normalem Fußboden“
  2. Lobe deinen Hund bei jedem Schritt auf dem glatten Untergrund
  3. Bleibe mit deinem Hund in der Umgebung, auf dem Boden, auf dem er Angst hat
  4. Verwandle die Angst vor dem Boden in spielerischen Erfolg. Schnelligkeit ist lustig!
  5. Nimm deinem Hund die Angst und kombiniere mit weiteren Übungen

Schritt 1: Motiviere deinen Hund mit Leine und Geschirr auf „normalem Fußboden“

Nimm deinen Hund an die Leine und gehe mit ihm in der Wohnung etwas spazieren, und zwar dort wo er keine Angst vor dem Boden hat. Gib ihm Leckerchen, wenn er dich ansieht, dir Aufmerksamkeit schenkt und brav mit dir geht. Er soll auf deine Bewegungen achten und auch mit dir in andere Räume gehen, bevor du in die Küche gehst. Motiviere in stets mit deiner positiven Körpersprache.

Schritt 2: Lobe deinen Hund bei jedem Schritt auf dem glatten Untergrund

Dein Hund geht mit dir schon aufmerksam durch die Wohnung und auch in andere Zimmer, deshalb gehe jetzt zügig und schweigend in die Küche mit ihm, dort wo er Angst vor dem Boden hat. Sollte er stehen bleiben und nicht über die Türschwelle wollen, musst du ihn jetzt motivieren. Dazu ziehe leicht an der Leine und dann lockere sie sofort wieder. Geht er einen Schritt, lobe ihn sofort und lockere die Leine. Jede kleinste Bewegung musst du sofort loben. Wenn er einen Schritt auf dich zu geht, gehst du einen Schritt zurück. Wichtig ist, dass du ihn nur dann lobst, wenn die Leine locker ist. Ist dein Hund in der Küche, auf dem vermeintlich gefährlichen Boden, gib ihm schnell viele Leckerchen und dann gehe gemeinsam mit ihm sofort wieder in ein anderes Zimmer.

Schritt 3: Bleibe mit deinem Hund in der Umgebung, auf dem Boden, auf dem er Angst hat

Es handelt sich um eine sehr schnelle Übung. Das bedeutet, dass du mit deinem Hund mehrere Male schnell in die Küche gehen sollst und dann sofort wieder in einen anderen Raum. Dein Hund wird einige Male brauchen, bis er sich wieder wohl in der Küche fühlt, deshalb darfst du ihn nicht zwingen sehr lange dort auszuharren. Es geht darum deinen Hund für seine Bemühungen, trotz der Angst, zu loben. Loben ist nicht nur Futter, sondern auch eine lockere Leine und deine motivierende Körpersprache. Aber am besten ist es, den Hund beim Training und vor allem, wenn er Angst hat, nicht zu streicheln, da das seine Angst vor dem Boden nur noch bestätigt.

Schritt 4: Verwandle die Angst vor dem Boden in spielerischen Erfolg. Schnelligkeit ist lustig!

Dein Hund wird jedes Mal schneller über die Türschwelle gehen, deshalb solltet ihr auch jedes Mal etwas länger in der Küche ausharren. Merkst du, dass dein Hund mittlerweile länger in der Küche bleiben kann, gib ihm eine größere Menge Futter. Du kannst ihm seinen Futternapf mit Nassfutter vorbereiten und ihn in der Küche fressen lassen. Essenziell ist, dass du deinen Hund nicht überforderst und du geduldig mit ihm bist.

Schritt 5: Nimm deinem Hund die Angst und kombiniere mit weiteren Übungen

Hundetrainings-Übungen und Kommandos, wie zum Beispiel, das Boxentraining und Platz auf Distanz ergänzen sich hier sehr gut, um die Angst vor glattem, rutschigem Fußboden oder anderen Untergründen abzugewöhnen.

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